April 5, 1776

Henry Miller printed his newspaper twice a week to give German readers access to the latest information. But he became fed up with people who refused to pay their subscriptions. In this notice to readers—prominently placed at the top of the first column of the front page—Miller called out “schlechte Bezahler,” or poor payers. These subscribers were as eager to receive their newspapers as if that had paid for it in advance, but were actually indebted to the printer, in some cases for six or eight years. He gave a temporary pass to anyone who was two years in arrears or less. But anyone who had failed to pay for two years or more who did not come forward within a few weeks, Miller threatened to write the amount they owed on their copies of the newspaper. If they still refused to pay, Miller reserved the right to stop sending papers and pursue legal action to collect payment.

Every newspaper printer in Philadelphia experienced delinquent subscribers, but Miller’s situation was different. He specifically noted that publishing a newspaper twice a week, year round, “jedes Wort muß übersetzt werden”—every single word of which must be translated—during a time of inflated prices for paper and other commodities, was difficult work, and anyone who delayed payment should be ashamed.

Pennsylvanischer Staatsbote
Printed by Henry Miller

Der Herausgeber dieser Zeitung hat in dem letztern Stück derselben seinen schlechten Bezahlern eine besondere Unrede versprochen. Nun ist vorläufig nöthig, daß er sich erkläre welche er für schlechte Bezahler hält. Schlechte Bezahler sind Leute die so begierig nach der Zeitung sind als ob sie selbige zum voraus bezahlt hätten, denen aber die Zahlung in vie! Jahren nicht einfält; wie denn der Herausgeber Zeitungshalter in seinem Buch hat die 6 bis 8 und mehr Jahre schuldig sind. Wer nicht über zwey Jahre schuldig ist, darf sich nicht einfallen lassen, daß die Benennung eines schlechten Bezahlers ihn angehe. Uber ale die in zwey Jahren und drücker nicht bezahlt haben, und sich nicht binnen etlichen Wochen melden, müssen es nicht übel nehmen wenn man ihnen alsdann auf ihre Zeitungen schreibt was ein jeder schuldig ist; folgt darauf keine Zahlung, so werden ihnen keine Zeitungen mehr geschickt werden, es wird aber indessen doch der Drucker sich das Recht vorbehalten, seine Bezahlung zu einiger Zeit, nach den Gesetzen rechtlich einzutreiben, wie schon ein Paar von seinen schlechten Zeitungsschuldnern (wiewol zu grossem Verdruß des Druckers) erfahren haben. Eine Zeitung von welcher jedes Wort muß übersetzt werden, Zweymal in jeder Woche das ganze Jahr durch herausgeben, bey solchem Mangel und erhöheten Preise des Papiers und fast einer jeden andern Sache, ist ein so saur verdientes Geld, daß ein jeder billigdenkender Mann sich schämen wird die Zahlung lang anstehen zu lassen.

Alles was ihr wollet das euch die Leute thun sollen, das thut ihr ihnen auch. Matth. 7, 12.

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